Quantic- Artist

Ich möchte diesen Platz nutzen, um die Renaissance von Funk & Soul zu würdigen.
Dabei ist Quantic, alias Will Holland wohl einer arbeitswütigsten Vertreter der neueren Generation. Neben seinem Kollektiv, dem Quantic Soul Orchestra, brachte er bereits 5 Soloalben raus und daneben einige Kollaborationen, diese aufzuzählen wohl an dieser Stelle zu viel wäre. Dabei ist er erst seit 2001 kreativ tätig. Und das sofort mit einem Album, dass sich hören lassen kann: „The Fifth Exotic“, ein zwölf Tracks starkes Original.

fifth exotic 2001

Schon der gleichnamige Opener zeugt von sehr abwechslungsreichen und kreativen Beatarrangements, die ins Bein gehn, ein bisschen exotischen Flair versprühen und somit sehr frisch rüber kommen. Wer es instrumental mag, der ist hier an genau der richtigen Adresse. Besonders die Titel „Life In The Rain“ und „Common Knowledge“, die dem Debüt als EP vorausging, kratzen bereits am Klassikerstatus, den „Time Is The Enemy“ dann vollends zu festigen weiß.

So progressiv wie seine Stücke sind aber auch seine Alben. Der Nachfolger „Apricot Morning“ unterscheidet sich da schon immens von seinem Vorgänger. Es wirkt deutlich unruhiger und schneller, aber dennoch gibt es auch dort Inseln der Gelassenheit. So gibt es diverse Gesangseinlagen von Alice Russell, von der sich Quantic neben Jazz- und alten Funksamples, die stimmliche Unterstützung geholt hat (und die ihn später auch bei dem quantic Soul Orchestra begleiten wird).

In erfolgreicher Zusammenarbeit mit der Soullegende Spanky Wilson beendet er schließlich 2004 die Arbeit an seinem nun dritten Soloalbum, „Mishaps Happening“ (2004).
Die jahrelange Suche Hollands nach Wilson hat sich mehr als gelohnt und man darf sich auf schöne Soul und Funk Arrangements freuen. Diese bilden nämlich das charakteristische an seiner Musik und dessen ist er sich auch bewusst. Finden sich auf seinem vierten Soloalbum im Jahre 2006 zwar verstärkt Elemente aus dem Hip Hop, darf sich „An Announcement to Answer“ als ein Original hervorheben und besticht ebenso durch seine geschickt inszenierten Jazz- und Soulsamples.

Der umtriebige Will Holland ist dieses Mal, es ist das Jahr 2009, zusammen mit seiner Band Quantic und der Combo Barbaro, einer Gruppe südamerikanischer (er ist aus seinem Heimatland England extra nach Südamerika, Kolumbien gezogen) und englischer Musiker um Alfredo Linares, Arthur Verocai und Malcolm Catto (The Heliocentrics) wieder sehr umtriebig und abwechslungsreich gewesen, was sein nun 5. Album wieder von den anderen unterscheidet. Beim ersten Hören fühlt man sich beim Opener mit den vielen Streichern und Harfen an das Cinematic Orchestra erinnert, aber eben versetzt mit anderen Einflüssen der Weltmusik.
„Beim 2. Song regiert dann z.B. eben der Afrobeat und ein Saxofon. Elemente von Funk, Soul, Folk, Jazz und Psychedelica treffen auf die abwechslungsreichhaltigen Rhythmen aus der Karibik, Lateinamerika und Afrika für eine große bunte Tanz- oder Hör-Party.“
(Tru Thoughts 2009)

„In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Vorzeige- Indie „Ubiquity Records“ stellt das Label Tru Toughts einen beachtlichen Teil des aktuellen Funkhypes. Mit den Platten von the Bamboos, Quantic Soul Orchestra, 8 Hot Brass Band, Saravah Soul, Alice Russel oder Diesler fördern sie zwischen handgemachten, neuen Funk auch moderne Formen von Brazil, Latin, jazz oder Soul zu Tage. Die Vielfalt des Labels aus Brighton macht seit Jahren von sich Reden. Klassisch eingespielter Funk bekommt hier genauso Platz wie progressive Hybrid-Formeln“ (HHV Mag 3/2009).

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