Archiv der Kategorie: Neuigkeiten und Features

RJD2- Walk with me (Album: The Colossus 2010)

Platte- Die Goldenen Zitronen- Die Entstehung der Nacht

Endlich wieder was neues von den Zitronen! Und das zum goldenen 25 jährigem Jubiläum…

tütender Elektrosound trifft kritische Ironie…spätestens beim dritten Mal hören und ersten Mal Sehen (des Videos zu Positionen) ist diese Platte in einem drin. Die Texte sind wie immer grandios, die Musik ehrlich und wie sie selbst im Interview sagen, eine Art Spiegelbild ihrer jeweiligen Einstellung und des jeweiligen Lebenswandels: „an unserer Musik ist immer ablesbar, was wir treiben und was uns umtreibt (Schorsch).“

Auf ihrem nunmehr zehnten (!) Studioalbum werfen Die Goldenen Zitronen nach dem kämpferischen „Lenin“ 2006 wieder alles in einen schmackhaften Topf : noisig klingende Gitarren, Percussion, Flöten und viel Elektronik, was zusammengenommen ein komplexes Zusammenspiel hervor bringt, ohne jedoch disharmonisch oder ‚unrein‘ zu klingen.

Das beste jedoch sind die Texte. Ich als Hobbywortfrickler habe Schorsch schon immer für seine Sprachspiele zu schätzen gewusst und wie er es dennoch schafft, kritisch gegen aktuelle Missstände in der BRD vorzugehen, über die Krise (Börsen crashen) zu reimen, oder das Begräbnis Jörg Haiders in „des Landeshauptmanns letzter Weg“ zu besingen. „Bloß weil ich friere“, ist ebenso ein Highlight des Albums…Die Zitronen sind zurück und haben wieder leckere Stereonade für die Lauscher dabei.

Überzeugt euch selbst, hier das Video von „Positionen“, in dem Schorsch Kamerun himself Regie geführt hat

Kunst- David Lynch- Austellung

Versucht man David Lynch wikepadiatorisch zu definieren, kommt folgendes dabei heraus: „David Keith Lynch (* 20. Januar 1946 in Missoula, Montana) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Maler, Fotograf und Animationskünstler.“

Ein Multitalent also, dessen Durchbruch ihm mit Filmen wie Eraserhead im Jahre 1977 gelang (ob er wohl deshalb die Frisur noch heute in Ehren trägt?), Blue Velvet, der ihn 1986 weiter auf dieser Welle reiten lässt und er mir persönlich mit Lost Highway und Mulholland Drive 1997 und 2001 zwei meiner Lieblingsfilme beschert: „Als Regisseur hat er eine unverkennbare Filmsprache gefunden (der SPIEGEL)“.Was einige seiner Filme, speziell Mulholland Drive, angeht, klicke ich mich noch heute durch alle Foren, um deren Intentionen aufzuspüren. Der Meister selbst sagte einmal in einem Interview, welches ich vor Jahren las, er verstehe seine Filme als Bilder bzw. Gemälde, bei denen jeder Betrachter einen jeweils anderen Eindruck gewinnt und die Interpretationen daher vielgestaltig sind.
David Lynch ist ein Meister des surrealistischen, grotesk anmutenden Kinos, das sich mit atmosphärischen Elementen des Film Noirs vereint. Somit schafft er eine Art vertontes Kunstwerk. Dahingehend verbindet er Kunst, Film und auch seine Leidenschaft zu experimenteller Musik, die er für seine Filme zu großen Teilen selbst produziert.

„Der Film entwickelte sich für mich aus der Malerei.“

Nun gibt er erstmals in Deutschland sein Werk als bildender Künstler preis und zwar im Max Ernst Museum in Brühl. Seine Bilder sind wie erwartet grotesk, gewohnt verstörend und ein bisschen anders. Die Einflüsse eines Francis Bacon sind sofort erkennbar, sieht man sich die sogenannten „Distorted Nudes“- Werke an, bei denen es sich um verzerrte und teilweise verstümmelte Frauenkörper, am Computer bearbeitet, handelt und auch etwas beklemmend wirken. Die ältesten Werke Lynchs stellen die Aufnahmen der schmelzenden Schneemänner dar, die er zu den Dreharbeiten seiner Twin- Peaks Serie fotografiert hat. Auch gibt es großformatige Portraits und kunstvoll gestaltete Materialbilder.

Seine Bilder sind so zugänglich wie seine Filme, entweder man lässt sich darauf ein und die Interpretation erstmal aussen vor, oder man versucht  einfach nicht hinzusehen und verpasst dabei die ihm eigene und phantasievolle Art, filmischen Spielraum kunstvoll zu Nutzen.

Hier eine kleine  Auswahl seiner Bilder in Brühl, die ich hier leider nicht, wie er vor Ort, musikalisch unterlegen kann (was die surrealstische Stimmung noch authentischer erscheinen lässt):

The Big Pink- A Brief History of Love

A Breif history of love

Seit dem 4. September ist das Debütalbum dieser großartigen Band draussen. welches vielfach als modernes Meisterstück deklariert wird. Vollständig zu hören auf der bandeigenen Homepage:

http://musicfromthebigpink.com/news/87/a-brief-history-of-love-out-today

The XX- xx (XL/ Beggars) 2009

Auf Empfehlung sofort für gut befunden! Das Wechselspiel zwischen Gesang und minimalistisch, aber dennoch ausgeklügelten Beatgerüst weiß schon bei dem Appetithäppchen „Crystalised“, der noch sehr jungen Londoner Jungs und Mädchen zu überzeugen. Optisch auffälig ist die Unauffälligkeit der Band, was man auch in ihren videos schön erkennen kann.
The XX sparen an Gitarren, Drums, Keyboard und Synthiesounds. Das bedeutet aber nicht, dass diese nicht vertreten oder kaum zu hören sind.

THE Xx

Tegan and Sara- Tour im November

Im Oktober veröffentlichen die in Kanada geborenen Zwillinge Tegan Rain Quin und Sara Kiersten Quin ihre neue Platte „Sainthood“, welche sich wieder gänzlich dem Folk-Pop verschrieben hat.

Im November kann man sie dazu in Deutschland live erleben
25.11.2009 Hamburg – Grünspan
26.11.2009 Berlin – Astra
27.11.2009 München – Theaterfabrik

28.11.2009 Köln – Gloria

Yo la Tengo im dreiteiligen Spex- Interview

http://www.spex.de/2009/09/02/am-kamin-mit-yo-la-tengo-interview-teil-1/

http://www.spex.de/2009/09/03/am-kamin-mit-yo-la-tengo-interview-teil-2/

http://www.spex.de/2009/09/04/am-kamin-mit-yo-la-tengo-interview-teil-3/

und hier ein video des vor kurzen auf Matador erschienem neuen Album „Popular Songs“