Schlagwort-Archive: Gesellschaft

Artikel- Zivilcourage

„Sorry ich hatte einen Blackout.“
Was ist los auf Deutschlands Straßen? Heutzutage bezahlt man auch als Zivilist immer mehr mit dem eigenem Leben, um das anderer zu retten. Der geschäftige Manager (mal einer der umsichtigeren Sorte), Dominik B., war in Solln/ München mit 22 Fußtritten und Faustschlägen malträtiert worden. Er versuchte andere Kinder und Jugendliche zu schützen, die bedroht worden waren. Er erlag seinen Verletzungen.
Wer soll denn da an Reue und Blackout seitens der Täter glauben, wenn dass einzige was hier wirklich aussetzt der Sinn für mehr bürgerlichen Mut ist? Berichten von Medien und Polizei zufolge waren auf dem S-Bahnhof Solln zur Tatzeit laut Zeugenaussagen etwa 15 weitere Personen anwesend. Sicherlich war das Opfer nicht allein in einer belebten S-Bahn-Station, sicherlich kann man hier wieder von einer ‚Gesellschaft des Wegschauens‘ reden. Wenn gleichzeitig die Eingriffsbereitschaft der Bürger sinkt und das Gewaltpotential auf den Strassen steigt, steht es um die Sicherheit deutscher Bürger immer schlechter. Es ist ein sich bedingendes Phänomen der Hilfsbereitschaft und des Gewaltpotenzials, beide stehen in einem Beziehungsgeflecht zueinander. Die Medien spielen dabei sowohl eine negative als auch positive Rolle: zum einen verschaffen sie den Tätern öffentlich Aufmerksamkeit -anhand derer sich nicht wenige profilieren- und zum andern kann sie dazu beitragen, die Gesellschaft zu mehr kollektiver Verantwortung aufzurufen. Ein Blackout bei jugendlichen Straftätern darf nicht zu einem Blackout der Mitmenschen führen. Das Opfer soll nicht umsonst gewesen sein.

Advertisements